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Der pH-Wert: Was ist der pH-Wert und was sagt er aus?

Der pH-Wert ist in der Chemie verortet. Er ist die Einheit für die Bestimmung von Wasserstoff-Ionen (Hydronium-Ionen) in einer Lösung. „pH“ steht für Potentia Hydrogenii (dt.: “Potenzial des Wasserstoffs”).

Im Boden hat er einen großen Einfluss auf die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen sowie auf die Bodenaktivität im Gesamten (z. B. Mikroorganismen). So sind viele Nährstoffe lediglich in einem bestimmten pH-Bereich gut löslich. Der pH-Wert bestimmt somit gewissermaßen die Nährstoff-Aufnahme der Pflanzen mit.

Man teilt Böden hinsichtlich des pH-Wertes in folgende Bodenarten ein:

stark sauer: pH 3,5 - 5,0
mäßig sauer: pH 5,0 - 6,5
neutral: pH 6,5 - 7,5
schwach basisch: pH 7,5 - 8,5
stark basisch: pH > 8,5

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pH-Wert-Messung: Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden auf einen Blick:

Die oben genannten Methoden im Überblick mit Vor- und Nachteilen
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Wie kann ich den pH-Wert der Erde messen? pH-Wert mit Teststreifen oder Testpapier bestimmen:

Um den pH-Wert des Bodens beispielsweise im eigenen Garten mit Teststreifen oder einem Testpapier zu messen, benötigt man eine Bodenprobe, destilliertes Wasser und die Teststreifen bzw. das Testpapier. Entnehmen Sie für den Bodentest an mehreren Stellen des zu untersuchenden Bodenbereichs eine Bodenprobe aus einer Tiefe von etwa 5 bis 10 cm. Mischen Sie die Bodenproben, um eine repräsentative Probe für den Gesamtbereich zu erhalten.

Geben Sie im Anschluss eine Handvoll Erde in ein sauberes Gefäß und fügen Sie die gleiche Menge destilliertes Wasser hinzu. Verrühren Sie die Mischung gründlich und lassen Sie sie einige Minuten stehen, damit sich die Feststoffe absetzen. 

Tauchen Sie schließlich den pH-Teststreifen oder das Testpapier für die in der Produktanleitung empfohlene Zeit in die klare Flüssigkeit ein. Die Teststreifen oder das Testpapier verändern nun die Farbe. In der Regel nutzen diese Verfahren Lackmus, einen natürlichen Farbstoff aus Flechten. Vergleichen Sie im letzten Schritt die auf diese Weise entstandene Färbung mit der dem Produkt beiliegenden Farbskala. Sie erhalten eine schnelle Einschätzung des pH-Wertes des Bodens und können erkennen, ob er sauer (pH < 7), neutral (pH = 7) oder basisch (pH > 7) ist.

Vorteile:

✅ Schnell und einfach – Die Messung ist unkompliziert und innerhalb weniger Minuten durchführbar.
✅ Günstig und mobil – Ideal für Hobbygärtner und eine erste Einschätzung vor Ort.
✅ Kein teures Equipment nötig – Im Vergleich zu digitalen pH-Messgeräten oder Laboranalysen kostengünstig.

Nachteile:

❌ Geringe Genauigkeit – Die Skala auf Teststreifen ist oft in groben Schritten (z. B. 0,5 oder 1,0 pH-Stufen) angegeben. Eine präzise Messung ist damit schwierig.
❌ Subjektive Farbinterpretation – Die Farbveränderung kann unterschiedlich wahrgenommen werden, insbesondere bei schwach ausgeprägten Tönen.
❌ Beeinflussung durch Bodenart & Fremdstoffe – Organische Stoffe, Tonanteile oder Eisenverbindungen im Boden können die Messung verfälschen.
❌ Abweichungen durch Wasserqualität – Die Verwendung von nicht destilliertem Wasser kann die Ergebnisse verfälschen.

Unser Fazit:

pH-Teststreifen oder Testpapiere sind eine schnelle und günstige Methode, um einen groben Überblick über den pH-Wert des Bodens zu erhalten. Für eine genauere Messung sind digitale pH-Meter oder eine Laboranalyse empfehlenswert, vornehmlich wenn der pH-Wert gezielt angepasst werden soll (z. B. in der Landwirtschaft oder im Gartenbau).

Zu den Teststreifen: pH-Bodentest

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So kann man den pH-Wert messen ohne Teststreifen:

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Laboranalyse: Die mit Abstand präziseste Methode der pH-Wert-Bestimmung

Für den professionellen Gebrauch reichen Teststreifen und Co. nicht aus, da sie lediglich einen groben Überblick liefern. Möchten Sie den pH-Wert genau ermitteln, sollten Sie eine laborgestützte Bodenanalyse durchführen.

Bestellen Sie das Test-Kit für die Bodenprobe in unserem Shop gleich hier auf der Website. Nehmen Sie die Probe nach der einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung selbst und schicken Sie diese an unser Fachlabor in Deutschland. Dort wird Ihre Probe mithilfe einer professionellen Bodensuspension (z. B. in CaCl₂- oder KCl-Lösung) analysiert. Im Anschluss erhalten Sie einen ausführlichen und leicht verständlichen Ergebnisbericht. Unsere Fachlabore sind ohne Ausnahme nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Diese Norm legt die allgemeinen Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien fest und ist international anerkannt.

Zusätzlich zum pH-Wert ist es bei einer Laboranalyse möglich, auch den Nährstoff- und Schadstoffgehalt Ihres Bodens gezielt zu untersuchen. Dies ist beispielsweise für die passende Düngung notwendig. 

Wollen Sie eine gerichtliche Verwertbarkeit garantieren, ist es ratsam, für die Bodenprobe einen geschulten, unabhängigen Probenehmer zu beauftragen. Zwar unterscheidet sich die Analyse im Fachlabor in der Regel methodisch nicht von der bei einer Eigenkontrolle. Dritte können sich jedoch bei einem geschulten Probenehmer, der in das Qualitätsmanagement des Labors eingebunden ist, auf eine ordnungsgemäße und unparteiische Probenahme verlassen. 

Vorteile:

✅ Optimale Genauigkeit – Präzisere Messergebnisse als mit Teststreifen oder digitalen pH-Messgeräten.
✅ Zuverlässige Methoden – Analysen erfolgen nach genormten Verfahren (z. B. DIN ISO 10390).
✅ Umfassende Untersuchung – Neben dem pH-Wert können auch Nährstoffgehalte, Schwermetalle, Bodenart und Humusgehalt bestimmt werden.
✅ Akkreditierte Labore – Qualitätskontrolle durch DIN EN ISO/IEC 17025 sichert verlässliche Ergebnisse.

Nachteile:

❌ Kostenintensiv – Teurer als Teststreifen etc.
❌ Längere Wartezeit – Ergebnisse sind meist erst nach einigen Tagen verfügbar.
❌ Keine direkte Vor-Ort-Messung – Proben müssen entnommen und ins Labor geschickt werden.

Unser Fazit:

Für eine laborgestützte Bodenanalyse sollten Sie sich entscheiden, wenn präzise Informationen über den Boden benötigt werden – insbesondere in der Landwirtschaft, im Gartenbau oder für Umweltgutachten. Auch für eine zielgerichtete Regulierung des pH-Wertes bietet eine Laboranalyse die richtige Grundlage. 

Zu unseren Laboranalysen

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pH-Wert – Bestimmung durch Messgerät:

Im Gegensatz zu einer Laboranalyse können Sie den pH-Wert Ihres Bodens mit einem Messgerät, einem sogenannten pH-Meter, selbst bestimmen. Die pH-Wert-Messung mit einem solchen digitalen pH-Messgerät ist eine genauere Methode zur Bestimmung des Boden-pH-Wertes als ein Schnelltest, jedoch nicht so präzise wie eine Laboranalyse. pH-Messgeräte funktionieren mithilfe einer Elektrode, welche die Konzentration der Wasserstoffionen (H⁺) in einer Bodenlösung misst und daraus den pH-Wert ableitet. Diese Geräte können Sie z. B. im Baumarkt erwerben.

Vorteile:

✅ Gute Genauigkeit – Exakter als Teststreifen, meist auf zwei Dezimalstellen genau.
✅ Sofortige Messung – Ergebnisse in wenigen Sekunden verfügbar.
✅ Wiederverwendbar – Einmalige Anschaffung, langfristig nutzbar.
✅ Geeignet für häufige Messungen – Besonders vorteilhaft für Landwirtschaft und Gartenbau.

Nachteile:

❌ Regelmäßige Kalibrierung nötig – Ohne Kalibrierung können Messungen ungenau werden.
❌ Höherer Anschaffungspreis – Qualitativ hochwertige pH-Meter sind teurer als Teststreifen.
❌ Empfindliche Elektrode – Muss sorgfältig gereinigt und gelagert werden.
❌ Kann durch Bodenart beeinflusst werden – Feuchte oder tonhaltige Böden können die Messung erschweren.

Unser Fazit:

Ein pH-Meter ist der beste Kompromiss zwischen Genauigkeit, Schnelligkeit und Kosten, wenn regelmäßig Messungen durchgeführt werden. Es bietet präzisere Werte als Teststreifen, erfordert aber etwas Wartung (Kalibrierung, Reinigung). Wer eine exakte und umfassende Bodenanalyse benötigt, sollte jedoch auf eine Labormethode zurückgreifen, während Teststreifen nur für eine grobe Einschätzung geeignet sind.

Icon von Hausmitteln

pH-Wert-Bestimmung mit Hausmitteln: Einfache Methoden zur Bodenanalyse

Will man den pH-Wert des eigenen Bodens lediglich ungefähr bestimmen, gibt es einige Hausmittel für eine grobe Einschätzung. Bei diesen Methoden handelt es sich nicht um exakte Messungen, aber sie helfen dabei, festzustellen, ob der Boden tendenziell sauer, neutral oder basisch ist.

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Der Backpulver-Test: Sauren Boden erkennen (pH < 7)

Zugrundeliegendes Prinzip: Backpulver reagiert mit Säure und schäumt auf (CO₂-Entwicklung).

  1. Vermischen Sie eine Handvoll Erde mit etwas destilliertem Wasser zu einer schlammigen Paste.
  2. Geben Sie ein bis zwei Esslöffel Backpulver darüber.
  3. Schäumt es? Dann liegt Ihnen saurer Boden vor.
    Keine Reaktion? Dann ist Ihr Boden neutral oder basisch.
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Der Essig-Test: Basischen Boden nachweisen (pH > 7)

Zugrundeliegendes Prinzip: Essigsäure reagiert mit basischen Substanzen und erzeugt Kohlendioxidblasen.

  1. Vermischen Sie eine Handvoll Erde mit etwas destilliertem Wasser zu einer schlammigen Paste.
  2. Gießen Sie Essig (5–10 %) darüber.
  3. Schäumt oder zischt es? Ihnen liegt ein basischer Boden vor.
    Keine Reaktion? Dann ist Ihr Boden neutral oder sauer.
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Der Rotkohl-Test: ‘Bio-Teststreifen’ durch Farbindikation 

✅Zugrundeliegendes Prinzip: Rotkohlsaft enthält Anthocyane, die sich je nach pH-Wert verfärben.

  1. Lassen Sie ein paar Blätter Rotkohl in heißem Wasser kochen und dann abkühlen
  2. Füllen Sie die blaue Flüssigkeit in ein Glas.
  3. Rühren Sie eine Bodenprobe mit destilliertem Wasser an und geben Sie den Rotkohlsaft dazu.
  4. Farbumschlag auswerten:
  • Rot/Pink: Sie haben sauren Boden (pH < 7)
  • Blau/Violett: Ihr Boden ist neutral (pH ≈ 7)
  • Grün/Gelb: Die Bodenprobe ist basisch (pH > 7)
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pH-Wert messen in der Landwirtschaft

Der pH-Wert des Bodens spielt in der Landwirtschaft eine übergeordnete Rolle, da er die Verfügbarkeit von Nährstoffen, das Mikrobiom des Bodens (Gesamtheit der Bodenlebewesen wie Bakterien, Pilze, Algen und Einzeller) und das Wachstum der Pflanzen beeinflusst. Eine gezielte pH-Wert-Kontrolle und -regulierung kann Erträge steigern und Bodenschäden verhindern. Eine gezielte pH-Wert-Anpassung mittels Kalk oder säuernde Dünger optimiert die Bodenfruchtbarkeit langfristig.

Für die landwirtschaftliche Nutzung empfehlen wir ausdrücklich die Verwendung von Test-Kits für Laboranalysen, da hier eine präzise Messung als Grundlage einer effizienten Bewirtschaftung notwendig ist. Die Laboranalyse ist nicht zuletzt die beste Wahl für präzise Düngeempfehlungen. Bei der Probenahme gibt es indes einige Besonderheiten:


  • Nehmen Sie Proben aus mehreren Bereichen des Feldes (z. B. 15–25 Einzelproben pro Hektar)
  • Beachten Sie die Bodentiefe, aus der Sie die Probe entnehmen:
    • Ackerland: 0–30 cm
    • Wiesen & Grünland: 0–10 cm
    • Tiefere Schichten (bis 90 cm) für Kalkungsplanung oder Schadstoffanalysen
  • Mischen Sie die Proben gut, um eine repräsentative Probe zu erhalten.
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Regulierung: So erhöhen oder verringern Sie den pH-Wert Ihres Bodens

Wenn Sie den pH-Wert ermittelt haben, können Sie diesen regulieren, wozu Sie zunächst die angestrebte Bodenreaktion definieren sollten: Soll der pH-Wert erhöht oder gemindert werden? Außerdem ist es sinnvoll, die Bodenart zu kennen.

Ist der Boden zu sauer (pH < 5,5), kann eine Kalkung mit kohlensaurem Kalk, Branntkalk oder Dolomitkalk den pH-Wert anheben und die Bodenstruktur verbessern. Bei zu basischem Boden (pH > 7,5) helfen säuernde Maßnahmen, wie die Gabe von Schwefel, Ammoniumsulfat oder organischen Materialien (z. B. Kompost, Nadelmulch, Stallmist), um den pH-Wert zu senken.

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Häufig gestellte Fragen zum Thema “pH-Wert Boden messen”

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Warum ist der pH-Wert des Bodens wichtig?

Der pH-Wert beeinflusst die Nährstoffverfügbarkeit maßgeblich, das Bodenleben (Mikrobiom) und das Pflanzenwachstum. Ein unpassender pH-Wert kann Mangelerscheinungen oder Wachstumsprobleme an Ihren Pflanzen verursachen.

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Wie kann ich den pH-Wert meines Bodens messen?

Du kannst den pH-Wert mit Teststreifen, einem digitalen pH-Meter oder einer Laboranalyse bestimmen (lassen). Schnelltests mit Lackmuspapier oder Hausmitteln wie Essig oder Backpulver liefern indes nur grobe Einschätzungen.

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Welche pH-Werte gelten als sauer, neutral oder basisch?

Sauer: pH < 7 (z. B. Moorböden, Waldböden)

Neutral: pH = 7 (z. B. humusreiche Böden)

Basisch: pH > 7 (z. B. kalkhaltige Böden)

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Wie funktioniert die pH-Messung mit Teststreifen?

Mische eine Bodenprobe mit destilliertem Wasser (1:1 oder 1:2,5), lasse die Mischung absetzen und tauche den Teststreifen in die klare Lösung. Vergleiche die Farbveränderung mit der Farbskala in der Produktanleitung.

Fragezeichen-Icon

Wie genau sind digitale pH-Meter im Vergleich zu Teststreifen?

Digitale pH-Meter sind genauer, da sie Werte auf zwei Dezimalstellen messen können. Teststreifen liefern nur eine ungefähre Einschätzung.Am genausten ist eine laborgestützte Untersuchung.

Fragezeichen-Icon

Wie oft sollte der pH-Wert im Boden gemessen werden?

Für optimale Pflanzengesundheit empfehlen wir, den pH-Wert einmal pro Jahr zu überprüfen, insbesondere vor der Aussaat oder Düngung.

Fragezeichen-Icon

Wie kann ich den pH-Wert meines Bodens erhöhen?

Durch Kalkung mit kohlensaurem Kalk oder Dolomitkalk lässt sich ein zu saurer Boden anheben. Die richtige Menge hängt vom Ausgangs-pH-Wert und der Bodenart ab.

Fragezeichen-Icon

Wie kann ich einen zu hohen pH-Wert senken?

Ein basischer Boden kann durch Schwefel, saure Dünger (z. B. Ammoniumsulfat) oder organisches Material (Kompost, Nadelmulch) in den sauren Bereich verschoben werden.

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Was kostet eine professionelle Bodenanalyse im Labor?

Eine Bodenanalyse kostet je nach Umfang zwischen 50 und 130 €. Sie bietet präzise Werte für den pH-Wert, Nährstoffe und mögliche Schadstoffe.