Stickstoff ist neben anderen Bodennährstoffen ein wichtiger Faktor für das Pflanzenwachstum. Zu viel Stickstoff im Boden oder eine zu starke Stickstoffdüngung können allerdings auch zu Schäden an Pflanzen und einer Belastung des Grundwassers mit Nitrat führen.

Mit Bodentest die Nährstoffversorgung optimieren
Bodentests gehören heute in der konventionellen und biologischen Landwirtschaft
zum Standard. Ein Mangel an wichtigen Bodennährstoffen kann zum
Beispiel bei Nutzpflanzen zu einer gestörten Photosynthese, Kümmerwuchs
und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen. Getreide,
Hackfrüchte, Obst und Gemüse haben jedoch teilweise sehr
unterschiedliche Anforderungen an den Nährstoffgehalt des Bodens und die
Bodenbeschaffenheit. So sind zum Beispiel die Bodennährstoffe Phosphor,
Kalium und Stickstoff für alle Pflanzen lebensnotwendig.
Allerdings hat zum Beispiel Weizen einen deutlich höheren Stickstoffbedarf als Braugerste. Ein Bodentest schützt in der Landwirtschaft auch vor Überdüngung mit einzelnen Bodennährstoffen. So können zu viel Magnesium und Kalium im Boden
zum Beispiel die Aufnahme von Calcium einschränken. Eine Überdüngung
des Bodens kann neben Ertragseinbußen und unnötigen finanziellen
Belastungen auch negative Folgen für die Umwelt haben. Ein übermäßige
Düngung mit Stickstoff führt so in vielen landwirtschaftlich genutzten
Gebieten bereits zu hohen Belastungen des Grundwassers mit Nitrat.
Nmin Bodentest – für die Landwirtschaft wichtig
In der Landwirtschaft ist ein Bodentest zur Bestimmung von Nmin für eine gezielte Düngung besonders wichtig. Nmin bezeichnet den im Boden
frei verfügbaren mineralischen Stickstoff (N). Die Bestimmung von Nmin
wird meistens im Frühjahr vorgenommen und bildet die Grundlage für die
spätere Stickstoffdüngung. Zur Ermittlung des Bedarfs an
Stickstoffdünger wird der ermittelte Nmin-Wert vom Bedarf der Pflanzen
abgezogen.
Beispiel: Ermittelter Nmin-Wert 50 kg Stickstoff je
Hektar, Bedarf der Feldfrucht 160 kg je Hektar, erforderliche Menge an
Stickstoffdünger 110 kg (160 – 50) je Hektar. In der Landwirtschaft wird
ein Nmin Bodentest per Hand mit einem speziellen Pürckhauer-Bohrstock oder mit maschinell betriebenen Bohrern entnommen. Eine Bodenprobe
für Nmin sollte aus den Bodenschichten entnommen werden, in denen die
angebauten Pflanzen den Hauptteil ihrer Wurzeln ausbilden.
Bodenart, Humusklasse und Boden-pH-Wert bestimmen
Für optimale Erträge in der Landwirtschaft ist ein Bodentest nicht nur für die optimale Nährstoffversorgung des Bodens sinnvoll. Bodenart, Humusklasse und Boden-pH-Wert
spielen für die richtige Fruchtauswahl, gute Erträge und eine
bedarfsgerechte Düngung eine ebenso wichtige Rolle. So gedeihen zum
Beispiel auf schweren Böden viele Kartoffelsorten eher schlecht.
Für
Weizen und Obstanbau sind diese Böden dagegen deutlich besser geeignet.
Die Humusklasse ist ein wichtiger Indikator für die
Wasserspeicherkapazität und die Bodendurchlüftung. Die Bestimmung des Boden-pH-Wertes mit einem Bodentest
ist zur bedarfsgerechten Kalkung und Düngung in der Landwirtschaft sehr
wichtig, da viele Böden zur Übersäuerung neigen und der Verfügbarkeit
von Bodennährstoffen wie Eisen vom Boden-pH-Wert abhängt.
Unsere Tests zur Eigenkontrolle
Unsere Bodentests liefern Ihnen aussagekräftige Ergebnisse für nicht untersuchungspflichtige Bodenproben
und finden Verwendung im Privatbereich, Landschaftsbau sowie auch im
Hobbygärtnerbereich. Der Einsatz unserer Bodenanalysen im Rahmen von
landwirtschaftlichen Zwecken und Zielsetzungen ist nicht vorgesehen, da
sie für Eigenkontroll-Untersuchungen optimiert sind.
Referenzen:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, „Nmin/Smin“: https://www.landwirtschaftskammer.de/lufa/analysen/boden/nmin_smin.htm
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